Die Stadl-Show

Ein trauriges Zeugnis von Ignoranz und Inkopetenz. Da gibt es eine Musik, die größte Hallen füllt, die bei den jungen Menschen beliebt ist wie noch nie, und dann kommt die Stadl-Show liefert der höchst erfolgreichen Branche einen rabenschwarzen Tag. Offenbar wissen die Sendungsverantwortlichen schon lange nicht mehr, wo ihr Publikum wohnt. Es ist ja nicht nur der höchst dilettantische und leichtfertige Umgang mit einem beliebten Musik-Genre, mit dem man eigentlich nur Erfolg haben kann, sondern die absolute Unkenntnis der Lebensrealitäten des Publikums, um das da in drei Ländern gebuhlt werden soll. DREI LÄNDER!
Sie haben zusammengearbeitet, um dann diesen blamablen Pfusch am Samstag- Hauptabend zu senden.
Da hat einfach (fast) nichts gestimmt: Das Bühnenbild dürfte aus einem Billigmöbelladen stammen. Die Moderatoren wirkten wie Barbie und Ken und sprachen auch solche Texte. Die Bildregie irrte mit wilden Schwenks, Rück- und Zufahrten durch die unübersichtliche Landschaft, als wollte sie vermeiden, dass man zu lange auf eine der vielen Scheußlichkeiten schaut.
Und die Musikauswahl? B- und C- Prominenz, Coversongs, Originalität um jeden Preis, jedenfalls fast hundertprozentig am Publikum dieses Genres vorbei.
Ich erinnere mich, als das ZDF den „Grand Prix der Volksmusik“ drei Jahre lang sterben ließ, indem sie ihn absichtlich quotenmäßig versenkten. Mir kommt so vor, als würden die Verantwortlichen den Stadl (was auch immer, Show oder sonstwas) auch zu Grabe tragen wollen. Anders kann ich mir diese geballte Fehlproduktion nicht erklären.
Das Musik-Genre wird es überleben. Leid tun mir die Fans, die diese Musik mögen. Allerdings nicht die Musik, die ihnen in der Stadl-Show geboten wurde.
MIT DER BRECHSTANGE ANDERS ist halt kein Konzept, sondern eine Bankrotterklärung.