Hochsaison für Senfspender (1)

Gleich vorweg: Da ich mich aus Facebook sowohl als Autor als auch als Gelegenheits-Diskutant verabschiedet habe, schreibe ich meine Gedanken hier nieder, selbst auf die Gefahr hinauf, dass sie niemand liest. Aber ehrlich gesagt, die Leute, von denen ich dort Likes (oder nicht) bekomme befinden sich zumeist unter meiner intellektuellen Wahrnehungsgrenze.

Ja, ich habe eine Untergrenze.

Und eben diese von mir in der Überschrift genannten Senfspender befinden sich genau dort, in Facebook. Hin und wieder schaue ich hinein und gebe mir die dort abgelagerten Absonderungen.
Zuletzt habe ich das Pamphlet des, sich selbst so nennenden, Sportlers Felix Baumgartner gelesen. Zur Erinnerung: Herr Baumgartner ist von irgendwo hinuntergehupft. Wozu weiß eigentlich niemand. Wenn Herr Baumgartner ein Sportler ist, dann ist er wohl der überflüssigste Sportler, den ich kenne (ok, ich kenne nicht alle). Er ist in die Schweiz geflüchtet aus Gründen der (von ihm selbst so genannten) Steueroptimierung, verbringt seine Zeit an den Stränden von Santa Monica, wird vermutlich von Red Bull finanziell ausgehalten und spendet – weit weg in der Sonne liegend – seinen Senf. Die dumpfen Absonderungen, die er von sich gibt, sind eigentlich eine Beleidigung für den -Senf.
Sein Output:
Er lobt Viktor Orban, weil er der einzige europäische Politiker ist, der „sein Volk schützt“.
Menschen in Not die Hilfe zu verweigern heißt bei diesem Statosphärenhupfer also „das Volk schützen“.

Und wer schützt uns vor Felix Baumgartner?
Vielleicht sollten seine Geldgeber, denen die „Leistungen“ dieses ziemlich verzichtbaren Menschen (?) ihr vieles Geld (Santa Monica ist nicht billig) in ein soziales Projekt stecken, statt einem etwas schlichten so genannten Sportler sein Luxusleben zu finanzieren.

MENSCHEN, DIE IN NOT SIND, MUSS GEHOLFEN WERDEN. GANZ EINFACH!