„KASPERLTHEATER“

So hat ein Regierungsmitglied (ÖVP, wohlgemerkt, wer, das ist mir wurscht, sie sind alle sowieso nur irgendwer) die eigene (Regierungs)Arbeit genannt.
Ich hatte an sich vor, in meinem Blogs mich zu politischen Fragen nicht zu äußern. Ich habe als Bundesvorsitzender der SoHo (gibts die noch?) in die Politik hineingerochen und musste zur Kenntnis nehmen, dass dort ethisch auf einer sehr niedrigen Ebene gehandelt wird. Das ethische Minimum ist aber nicht der Politik geschuldet, sondern denen, die sich, aus welchen Gründen und mit welcher Legitimierung auch immer, als Politiker ausgeben. Kürzer ausgedrückt: Die Miesheit kommt nicht aus der Politik, sondern von denen, die sie machen. Und wenn einer von denen – ich nenne bewusst keinen Namen, weil sie es mir allesamt nicht wert sind – die eigene „Arbeit“ als „Kasperltheater“ bezeichnet, dann hat er vermutlich Recht, denn ich nehme an, er weiß wenigsetens, wovon er redet.
Ich will jetzt nicht den Gemeinplatz strapazieren, dass nur Leute in die Politik gehen, die es sonst nirgends schaffen. Einige haben sich ja doch einmal als recht tüchtig erwiesen, als sie sich nicht selber aufgegeben haben und in die Politik gegangen sind.
Hiermit erneuere ich aber mein – mir selbst gegebenes – Versprechen, in meinen Kommentaren die Politik so gut es geht zu meiden.
Nicht über Politik zu sprechen ist sicher eine Sache des Niveaus. Und das will ich mir behalten.
Meine Leser mögen mir meine Entgleisung verzeihen. Aber manchmal gerät auch die sicherste Bahn aus selbiger….