Medien und Politik

Es ist klar: Die Medien betrachten sich längst als ein Teil der Politik. Sie sind Meinungsmacher und beeinflussen damit das Verhalten und Denken des Staatsbürgers und – in Wahlzeiten – des Wählers.
Allerdings haben sie gegenüber den Politikern, die ja eigentlich die Politik machen (sollen) den Vorteil, dass sie für nichts verantwortlich sind. So kann es durchaus passieren, dass die Medien etwas fordern und fördern und unterstützen und verbreiten, das dann völlig danebengeht, sie ihre Hände aber in Unschuld waschen und sogar in das Wehgeschrei über die danebengegangene Sache kräftig einstimmen.
Wer garantiert uns denn, dass die Journalisten (egal ob Print oder Radio oder TV) die besseren Politiker sind?
Es ist nämlich (siehe Facebook) sehr leicht und unglaublich bequem, zu schimpfen, zu beschimpfen, verächtlich zu machen u.s.w., wenn man keine Verantwortung trägt.
Ich nenne dieses Verhalten verantwortungslos.
Aber da wäre ja die andere Seite, die andere Richtung sozusagen:
Die Medien könnten ja ihre Möglichkeiten dahingehend nützen, dass sie Missstände, die ihnen auffallen mit positiven Vorschlägen kontern. Oder wissen die Medien auch nicht so recht, wie man das eine oder das andere Problem positiv anpackt? Dann wären sie auf einer Ebene mit vielen unserer Politiker.
Ich wünsche mir halt eine positive Zusammenarbeit zwischen Politikern, Medien und Konsumenten (also Bürgern), und zwar eine objektive Zusammenarbeit. Partei ergreifen nur um gegen die andere Partei angehen zu können fördert nur das Hick-Hack, das dann (von den Förderern) wieder kritisch vermerkt wird.
Ich wünsche mir eine Optimierung der Fähigkeiten zwischen Medien und Politik.
Derzeit allerdings ist mir eher eine Optimierung der Unfähigkeiten zugange.