SCHI-HEROES

Ich gebe es ja zu: Ich bin kein sportlicher Mensch. Ich gebe auch zu, dass meine körperliche Verfassung für Sport wenig geeignet ist.
Dennoch habe ich eine Meinung dazu.
Ich habe mich früher in meiner aktiven Zeit gerne für medizinische Tests zur Verfügung gestellt. Als Redakteur eines „Musikantenstadls“ bin ich einmal bei Generalprobe und Sendung insgesamt gemessene 16 Kilometer gelaufen. Und da soll ich auch noch joggen? Bei einer „Made in Austria“-Live-Sendung haben sie einmal meinen Puls während der ganzen Sendung gemessen. Da war eine Stelle, an der mein Puls innerhab von 8 Sekunden von 72 auf 141 gestiegen ist. Nachher haben wir nachgeschaut, was da war. Ganz einfach: Ich hatte einen so genannten Hänger, ich habe kurze Zeit nicht weitergewusst, was bei einer Live-Sendung fatal sein kann.
Nun bin ich angesichts der auslaufenden Wintersport-Saison mit den diversen Heroes konfrontiert. Laut ORF-Reportern schreibt ja eh schon fast jeder Geschichte. Davon abgesehen keimt in mir immer ein gewisser Vorbehalt körperlichen Leistungen gegenüber. Es gibt Sportarten, die die Affen viel besser können. Ich habe größten Respekt vor der körperlichen Leistung etwa eines Arbeiters am Hochofen. Die verdienen meine Bewunderung, haben sie auch. Mir hat, um kurz das Thema zu wechseln, auch der Fußball wesentlich mehr imponiert, als die Spieler unter der Woche normal einem Beruf oder einem Studium nachgingen, dann trainierten – und am Sonntag unfassbar gute Spiele abgeliefert haben.
Körperliche Leistungen um viel Geld imponieren mir nicht, ganz einfach. Daher muss ich sagen: Die Schi-Heroes stehen nicht auf meinem Bewunderungs-Hausaltar. Und da wir, zum Beispiel heute im Fernsehen etwa 5 oder 6 solche Wettkämpfe herausgeschwemmt bekommen, empfinde ich, da können die Reporter noch so aufgeregt schreien, keine Spannung mehr.
Mir kommt es so vor, als würde mit jedem Rennen mehr nur die Werbefläche vergrößert.
Sicher ist auch heute wieder eine Unfreundlichkeit vom Türken-Pascha gekommen. Und Stefan Kraft hat die Raw-Air (was immer das ist) gewonnen. Und ich freue mich natürlich – vor allem darüber, dass er diese Zeit unverletzt überstanden hat.
Dennoch: Meine Bewunderung hat der Hochofenarbeiter. Leider kriegt er nicht das Geld der Schi-Heroes.
Gefällt dem Leser/der Leserin diese meine Meinung nicht? Schade.